Gute Recherche und faire Berichterstattung

…sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hatten wir einen sehr kompetent geschriebenen Artikel im Hamburger Abendblatt. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen länger unbeobachtet arbeiten, aber das war uns nicht vergönnt. Das interessante an dem Artikel war, dass er auf der einen Seite kritisch war was das Leasing Modell betraf, aber der Redakteur sich sehr viel Mühe gegeben hat alles akribisch zu vergleichen und transparent aufzuzeigen.  

 

Wir bekamen am selben Tag dann auch einen Anruf von einer Journalistin der Schleswig-Holsteinischen Zeitung (SHZ) und beantworteten dementsprechend alle Fragen. Als wir dann am nächsten Tag den Artikel lasen, waren wir ziemlich erstaunt, wie man Dinge in einen Zusammenhang bringen kann, die eigentlich in der Form nicht passen.  

Wir mussten lesen, dass die Hamburger Senatorin für den Wohnungsbau das Modell nicht gutheißt, wenn „die derzeit gültigen Gesetze nicht eingehalten werden […]“. Heißt also, wenn wir alles einhalten, dann ist das Modell prima. Beschrieben wurde es genau so, dass man es quasi anders verstehen musste. Kann man als Zeitung so machen, vielleicht ein bisschen eingefahren, wenn man sich nicht für neue Modelle öffnen kann. Selbiges zeigt auch der Vergleich mit dem Mietspiegel, bei dem sich das Hamburger Abendblatt sehr korrekt verhalten hat und alles geprüft hat, während die SHZ einfach nur ein Zitat schrieb, dass die Preise zu hoch sind. 

Ok, kann man beides so machen. Wir haben dann aber in einem Kommentar zum Artikel sehr sachlich die Themen dargestellt und erläutert. Mit der Folge, dass unser Kommentar verschwand und die Kommentarfunktion für den Artikel nach einer knappen Stunde deaktiviert wurde.  

 

Ganz ehrlich, liebe SHZ, etwas mehr kritische Diskussion und Auseinandersetzung hätten wir uns von eurer Seite schon gewünscht. Vielleicht ja beim nächsten Mal :-)

 

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