Wohnen 2.0 – Wie das Smart Home das Wohnen verändert

Die Einführung der sogenannten „Smart Homes“ begann in den letzten Jahren das Wohnen wie wir es kennen zu revolutionieren. Bisher manuelle Vorgänge werden jetzt plötzlich automatisiert, personalisiert und vereinfacht. Von der Alarmanlage über die Heizung bis zum Strom: Alles kann einfach von zuhause und unterwegs gesteuert werden.   

Das Beste daran: Der Weg zu einem smarten Zuhause macht das Leben nicht nur komfortabler, sondern auch umweltfreundlicher, denn langfristig wird durch automatisierte Beleuchtung und intelligentes Heizen Energie gespart. 

In Deutschland ist der Smart Home Trend allerdings noch nicht ganz angekommen. Im Jahr 2018 waren nach konservativen Schätzungen erst ca. 1,78% der Haushalte in Deutschland smart. Der Hauptgründe dafür sind für die meisten Menschen der noch zu hohe Anschaffungspreis sowie der recht komplizierte Einbau. Dabei hat sich hier, besonders in den letzten Jahren, sehr viel getan. Mit Google, Apple und Amazon haben die großen Tech-Riesen den Markt für sich entdeckt und angefangen einfache Smart Home-Produkte für den Konsumentenmarkt zu entwickeln. Gerade der Amazon Echo hat den Grundstein für ein vernetztes Zuhause in vielen Wohnzimmern gelegt und sogar IKEA hat mit ihrer günstigen TRÅDFRI Produktpalette angefangen den Markt aufzumischen.  

Im Immobilienmarkt, welcher eher als traditionell konservativ zu bezeichnen ist, braucht es in der Regel länger, bis Innovationen und neue Ideen am Markt ankommen. Besonders konnte man das anhand der sehr langsamen Digitalisierung in den letzten Jahren beobachten, die noch immer in vielen Bereichen der Branche nicht stattgefunden hat. Jetzt ist der Markt in einer Phase des Wandels und junge Proptechs wie OWNR drängen mit innovativen Ideen und neuen Konzepten auf den Markt. Auch die weitere Verbreitung der Smart Home-Technologie wird einen ähnlich starken Einfluss auf die Entwicklung des Marktes haben. Das Wohnen wird also neu gedacht und der alte Markt trifft auf die neuen Technologien. 

Der Weg zum eigenen smarten Zuhause 

Häufig beginnt die persönliche Smart Home-Odyssey mit einem persönlichen Assistenten à la Amazon Echo, Google Assistant oder Apple Home Pod. Dieser fungiert als Einstieg in die Welt der Smart Home-Technologie. Der nächste Schritt sind Glühbirnen und Steckdosen, welche sich mit einem Sprachkommando fernsteuern lassen. Dieser einfache (und günstige) Schritt kann schon mit geringem Aufwand einen großen Schritt in Richtung Automatisierung bringen. 

Fortgeschrittene Smart Home-Tüftler greifen danach noch zu Thermostaten, welche automatisch die Temperatur regeln und zu einer Kamera, die den Hauseingang überwacht und sich auch von unterwegs steuern lässt. Hier gilt: Sky(net) is the limit.  

Ein völlig automatisiertes Zuhause ist schon heute möglich. Mit einem Kommando kann man das ganze Zuhause in 16 Millionen Farben erstrahlen lassen, den Hund füttern, den Staubsauger losschicken und die Kaffeemaschine anstellen. Ob man nun aber wirklich eine Waschmaschine braucht, welche ständig über den genauen Waschmittelstand informiert, das sei jedem selbst überlassen.  

 

„The most profound technologies are those that disappear. 
They weave themselves into the fabric of everyday life until they are indistinguishable from it. “ 

Mark Weiser, The Computer for the 21st Century