Retro-Revival der schönsten Einrichtungsstile

Alles neu macht der Mai (und auch der Juni) – ab jetzt auch in eurer Wohneinrichtung.

Die beliebtesten Einrichtungstrends für 2020/2021 gibt’s hier einmal für euch zusammengefasst und einfach zum Nachmachen. 

Kleiner Tipp vorweg: verschiedene It-Pieces aus den verschiedenen Wohntrends lassen sich super mit anderen Stilen kombinieren und werden dort erst recht zu simplen Eyecatchern.

Französisch-klassische Moderne

Genau ein Jahrhundert ist es nun her, dass französische Eleganz im Art Déco der glamourösen goldenen Zwanziger Wohnräume in Luxusträume verwandelte. Passend zu diesem runden Jubiläum findet der von goldenen Akzenten und teuer wirkenden Stoffen, wie Samt und Velours, geprägte Wohnstil wieder Einzug in unsere vier Wände. 

Von extravaganten, übergroßen Kunstwerken an den Wänden hin zu gläsernen Vitrinen mit edlen Gravuren, imposanten Tierfiguren und zahlreichen Mustern spricht nun alles für die Präsentation von Luxus und Wohlstand. Hierzu gehört nebst zierlicher, aber auffälliger Marmor-Elemente und warmen Farbtönen auch facettenreiches, kraftvolles Blau. Schmucke Hausbars auf gläsernen Servierwagen finden auch immer mehr ihren Weg in unsere Wohnzimmer, um gemütlich-gesellige Abende zu bereiten. Eine echte Zeitreise für Zuhause.   

Schöne Umsetzungsideen und Möbel für diesen außergewöhnlichen Look findet ihr auf Westwing  und Segmüller.

50er, 60er und 70er

Midcentury - Retro

Warum nur für ein Jahrzehnt entscheiden, wenn man sie auch kombinieren kann? 

Was sich in den letzten Jahren durch Kleidungsstile zog, findet sich nun auch in unserer Wohnraumgestaltung wieder: Pastell. 

Rosa, Mint, Gelb, Blau, hell und lieblich muss es sein. Wände, Sofas, Kissen, Beistelltische – alles wird jetzt in zarte Zuckerwattefarben getaucht. Klingt bis jetzt nicht sonderlich ausgefallen, aber… 

… fügt man jetzt noch ikonische It-Pieces der 70er Jahre hinzu erhält man eine sehr ausgefallene Kombination. Wiener Geflecht kommt als Möbel-Trend in diverse Einrichtungshäuser zurück und sorgt für auffällige Eyecatcher im Wohn- und Schlafzimmer. Auch im Japandi-Stil findet man ab und an Teile, die diesem Trend entsprechen. Ihr findet sie unter Anderemanderem bei H&M Home und Westwing.

Ein weiterer Deko-Trend, der sich in den letzten Jahren dank Instagram und Pinterest eines Revivals erfreute, ist das Knüpfen von Makramee-Wandschmuck und Blumenampeln. Nicht nur unter DIY-Künstlern beliebt passen sie auch hervorragend zum unten genannten Urban Jungle Trend. 

Wie’s geht könnt ihr auf Pinterest  oder YouTube lernen.

Sie sind übrigens In- und Outdoor geeignet. Ein weiterer Trend, der sich durch alle genannten Einrichtungsstile zieht: Nicht wirklich zweckentfremdet und doch im ersten Moment deplatziert wirkende Wechsel von Indoor-Möbeln auf Balkon und Terrasse sowie schlichten Outdoormöbeln als minimalistische Sitzgelegenheiten im Innenbereich zeichnen sich als spannende Dynamik in der Wohnraumgestaltung ab. 

Japandi

Wenn Asien auf Skandinavien trifft

Man könnte meinen unterschiedlicher könnten zwei Wohnstile nicht sein. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an und genau deshalb könnte Japandi das Interior-Pendant zu den beliebten Hybrid-Foods werden (der Kombination aus zwei beliebten Speisen wie z.B. Ramen-Burger die traditionelle asiatische Ramen-Nudeln und beliebtes amerikanisches Fastfood vereinen). 

Dieser Wohnstil zeichnet sich besonders durch klare Linien und schlichte Gestaltung aus. Papierlampen neben abgerundeten Leinensofas auf Holzfüßen, dazu eine schlanke schwarze Vase – Japandi behält sich die einfach Eleganz der simplen Kontrastgestaltung zwischen Hell und Dunkel vor. Von großer Farbvielfalt kann hier nicht die Rede sein, wenngleich ebendiese Einfachheit dazu einlädt einer bunten, reizüberflutendend, mediengeprägten Außenwelt zu entkommen. 

Hier treffen simple japanische Ästhetik und skandinavische Naturmaterialien wie unbehandeltes Holz auf moderne, dunkle Akzente wie schwarze Bilderrahmen oder Beistelltische aus Metall. Dieser gesamte Wohnstil konzentriert sich stark auf minimalistische Gestaltung – vollkommen gegensätzlich zu dem des Art Déco, der vor Vielfalt und Produktreichtum nur so strotzt. Dies fußt auf der japanischen Ästhetik-Konzeption ‚Wabi-Sabi‘, die für Unvollständigkeit und Imperfektion steht. Das Auge soll hier bewusster wahrnehmen, was sonst in Deko-Überfluss unterzugehen droht, gleichzeitig soll der Einfachheit mehr Wertschätzung zukommen. Deswegen stehen hier auch nachhaltige Naturmaterialien im Fokus. Gleichzeitig setzt sich der Natur-Chic des skandinavischen Wohnstils insbesondere in Wohn- und Kochräumlichkeiten etwas mehr gegen den asiatischen Minimalismus durch. 

Eine große Auswahl an zeitlosen Japandi-Style Möbeln und Dekor findet ihr bei Ikea, Depot und Søstrene Grene

Grün, grün, grün sind alle meine Wände

Gut, vielleicht nicht alle. Dennoch ziehen die Urban Jungles nicht nur auf unsere Balkone und in die Community Gärten, sondern auch in unsere Wohnungen. Florale Prints auf Tapeten, Bildern und Textilmöbeln passen besonders gut zu waldgrünen Farbtönen und tiefen Blau- und Petrolfacetten. Dazu passen, wie beim Japandi-Stil, Naturmaterialien in puristischer Ausführung und schlichter Eleganz. Was natürlich nicht fehlen darf sind Pflanzen – in Töpfen, in Vasen, auf dem Boden stehend oder von der Decke hängend. Der moderne Dschungel in der Großstadtwohnung setzt auch neue Reize für nachhaltige und umweltbewusste Lebensstile. Preiswert Uumsetzen lässt sich dies zum Beispiel mit den verschiedensten Dekoartikeln von Depot.

Lust auf grüne Gärten bekommen? In unserem Artikel über Urban Gardening findest du Tipps für verschiedenste Möglichkeiten der Gärtnerarbeit im Concrete Jungle. 

Du hast keinen grünen Daumen? Deswegen musst du diesen belebenden Wohntrend nicht gleich abschreiben. Diverse Einrichtungsgeschäfte wie Depot, aber auch Baumärkte und Co. bieten täuschend echte Kunstblumen zu erschwinglichen Preisen. So kannst du auch sorgenfrei in den Urlaub fahren, ohne danach einen Großbesuch bei deinem Gartencenter des Vertrauens einkalkulieren zu müssen.  

Letzten Endes...

...ist es aber nicht ein Trend, der uns vorschreibt, wie wir unser Zuhause gestalten müssen, sondern unser ganz persönlicher Geschmack. Vorteilhaft an diesen Trends sind die vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten. Ob Art Déco mit Pastell oder Japandi mit Wiener Geflecht – euer Zuhause sollte neben eurem Geschmack auch eure Persönlichkeit widerspiegeln. Schließlich sollt ihr euch hier nach wir vor zurückziehen und ausruhen können, anstatt euch präsentieren zu müssen. 

Jetzt wünschen wir euch viel Spaß beim Dekorieren und Umgestalten. 

Eure Ergebnisse könnt ihr gern mit dem Hashtag #ownrhome auf Facebook und Instagram teilen.