Nele Henkel
Nils T. Kohle
Nele Henkel + 1 weiterer
Freitag, 7. Februar 2020
Team OWNR

Sieben Tipps für nachhaltiges Wohnen

SO SPARST DU GELD UND TUST DER UMWELT ETWAS GUTES

Nachhaltigkeit spielt schon längst nicht mehr nur im Supermarkt und beim Klamotten shoppen eine Rolle. Auch dein Zuhause lässt sich einfach nachhaltig umgestalten. Hier findest du 7 Tipps, wie du in verschiedenen Bereichen deines Haushaltes viel Geld (für dein zukünftiges Traumzuhause?) sparen und gleichzeitig etwas umweltbewusster wohnen kannst. 

1. HEIZKOSTEN SPAREN

Heizen wird aktuell immer teurer und auch für die Umwelt ist übermäßiges Heizen nicht gut. Als erstes ist es wichtig zu verstehen, was die verschiedenen Stufen an deiner Heizung aussagen. So ist beispielsweise Stufe 3 mit einer Temperatur bis zu 22 Grad am besten für Wohnräume geeignet. Für Schlafzimmer und Badezimmer reicht die Stufe 2 mit bis zu 16 Grad aus. 

Wer zur Miete wohnt bekommt nicht selten eine Anleitung zum richtigen Lüften zum Mietvertrag dazu. Richtiges Lüften kann Schimmelbildung vorbeugen und hohe Heizkosten vermeiden. Dafür einfach mehrfach am Tag die gesamte Wohnung oder das Haus stoßlüften, anstatt ein Fenster lange ‚auf Kipp‘ zu öffnen. So lüftest du am schnellsten und effizientesten durch, vermeidest das Auskühlen der Wände und kannst bis zu 10% Heizkosten einsparen. 

Auch durch das Abdunkeln der Fenster kann man viel Wärme einsparen. Dicke Gardinen und Jalousien können dabei helfen, Außenkälte fernzuhalten. Vergiss aber nicht sie morgens wieder zu öffnen und direkt einmal durchzulüften. 

Pflege deine Heizkörper. Du solltest deine Heizkörper regelmäßig entlüften, um überhöhten Druck zu vermeiden, der dazu führt, dass die Heizung nicht richtig heizt. Auch äußerlich solltest du deine Heizkörper in Schuss halten und sie von Staub befreien, um deine Atemwege zu schützen und eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu ermöglichen. Achtung: Reinige deine Heizung nur im kalten Zustand und verwende zur Reinigung der Zwischenräume eine Heizkörperbürste. 

Und nun der einfachste und schnellste Tipp: Türen zu. Wenn du durchgelüftet hast und die Räume wieder aufheizen möchtest, schließe die Türen. So heizen die Räume schneller auf und du vermeidest eine erhöhte Luftfeuchtigkeit durch kalte Zugluft. 

Wer clever und effizient heizt kann so bis zu 15% der jährlichen Heizkosten einsparen. Je nach Objektgröße und Heizmittel kannst du hier also bis zu 150€ einsparen. 

2. STROMKOSTEN SPAREN

Eine weitere wichtige und immer teurer werdende Ressource ist Strom. Wir haben dir bereits in diesem Artikel viele Tipps zum Thema Stromsparen aufgelistet. Schau gern vorbei und erfahre wie einfach du jährlich ca. 250€ Stromkosten und eine große Menge CO2 einsparen kannst.

3. WASSER SPAREN

Wasser ist eine wertvolle Ressource. Umso besser, wenn wir durch ein paar kleine Handgriffe viel Wasser einsparen können. 

Du startest gern mit einer ausgiebigen Dusche in den Tag? Schon hier kannst du durch zwei einfache Tricks eine Menge Wasser einsparen:

  • Verwende einen wassersparenden Duschkopf, der deinen Verbrauch um bis zu 60% reduzieren kann. Diese gibt es bereits ab 15€ zu kaufen.
  • Drehe das Wasser ab, während du dich einseifst. Hier kannst du berechnen, wie viel Geld du durch einen wassersparenden Duschkopf sparen könntest

Jeder kennt es, die Geschirrberge stapeln sich und wenn man jetzt auch noch per Hand abwaschen muss ist die Motivation direkt dahin. Wenn du keine Spülmaschine hast, lohnt es sich allerdings eine größere Menge Geschirr auf einmal abzuspülen. Lasse dafür Spülwasser in der Spüle ein und wasche dein Geschirr nicht unter laufendem Wasser um unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden. 

Weiter geht’s im Haushalt mit dem Wäsche waschen. Mittlerweile haben eigentlich alle Waschmaschine ECO Waschgänge, die nicht nur Wasserverbrauch einsparen, sondern auch Stromkosten. Mehr dazu erfährst du im Kapitel ‘Stromkosten sparen’. 

Solltest du einen Garten haben, kannst du auch hier eine Menge Wasser einsparen, indem du zum Beispiel Regenwasser aus einer Regentonne oder einem Sammelbecken verwendest, um deine Pflanzen zu wässern, anstatt Trinkwasser aus der Hausleitung dafür zu verbrauchen. 

Darüber hinaus kannst du Wasser auch durch ein angepasstes Konsumverhalten einsparen. Bestimmte Lebensmittel und Kleidungsstücke benötigen in ihrer Produktion besonders viel Wasser und sollten daher eher selten konsumiert werden, wie z.B. ein neues Paar Baumwolljeans, das in der Produktion ca. 11.000 Liter benötigt. Hier findest du eine Übersicht zu verschiedenen Produkten, die viel und regelmäßig konsumiert werden und wie viel 'virtuelles Wasser' sie benötigen.

4. HOCHQUALITATIVE PRODUKTE

Ein weiterer Tipp, um nachhaltiger zu wohnen ist, in hochqualitative Produkte zu investieren. Von der Pfanne in der Küche bis hin zu einer effizienten Waschmaschine – es gibt für jeden Bereich in deinem Haushalt immer auch belastbarere, hochwertigere Produkte, die durch eine längere Lebensdauer ein häufiges Wegschmeißen und Nachkaufen von Produkten verhindern können. Außerdem lohnt es sich bei vielen Geräten in eine Reparatur zu investieren, anstatt sie direkt zu ersetzen. 

5. NACHHALTIG PUTZEN UND SPÜLEN

Putzen gehört sicher nicht zu unseren Lieblingsaufgaben ist aber auch ein stets wiederkehrender Bestandteil unseres Alltags. Dadurch, dass wir ständig verschiedenste Räume mit diversen Putzmitteln reinigen müssen, verbrauchen wir auch sehr viel davon. Jede Flasche Glasreiniger, jede Packung Spülmittel sorgt aufgrund ihrer Größe für ein erhöhtes Versandvolumen, was wiederum zu einem höheren CO2 Ausstoß führt. Alternative: Verwende nachhaltige Putz- und Spülmittel in konzentrierter Form. Viele dieser Reinigungsmittel gibt es bereits als auflösbare Tabs oder Pulver in der Drogerie oder im Supermarkt. Zusätzlicher Benefit: Viele dieser Reinigungsmittel sind frei von stark schädlichen Chemikalien die für uns und die Umwelt (besonders über das verunreinigte Abwasser) sehr schädlich sein können. 

6. SECONDHAND IST WIEDER DA

Gebrauchte Möbel zu kaufen ist mittlerweile fast genauso gefragt, wie der Hype um Secondhand Klamotten aus dem Vintage Store. Hier findest du in allen Preisklassen schöne und gut erhaltene Möbel, die man mit wenigen Handgriffen auch in völlig neue Einrichtungsstücke verwandeln kann. Wie das geht, kannst du dir zum Beispiel bei Pinterest oder auf dem YouTube Channel von Kreativen wie XO Macenna anschauen.

Auch der schwedische Einrichtungsriese IKEA bietet mittlerweile ein eigenes Secondhand Programm an. Dort kannst du gebrauchte Möbel für einen günstigeren Preis erwerben und eigene IKEA Möbel in gutem Zustand an die Firma zurück verkaufen. Mehr dazu kannst du hier nachlesen.

7. NACHHALTIG DEKORIEREN

Last but not least – Auch Dekoration kann nachhaltig gestaltet werden. Solltest du ein großer Fan von Interior Design sein, haben wir auch hier einen Tipp parat. Aktuell sind natürliche Elemente in der Inneneinrichtung wieder sehr gefragt. Mehr Beispiele dazu kannst du in unseren Wohntrends für 2022 nachlesen.

Verwende natürliche Materialien für deine Dekoration und Einrichtung, um deinem Zuhause ein gemütliches Ambiente zu verleihen. Das Gute daran: Solltest du irgendwann keinen Gefallen mehr an diesen Teilen finden, können diese ganz einfach recycelt werden. Nachhaltige Dekoration kann aber auch bedeuten, dass du alte Teile upcycelst.

Tipp: Hier kannst du zum Beispiel alte Glas- oder Plastikvasen mit einem einfachen Trick in einen modernen Keramiklook verwandeln. Bepinsele sie dafür am besten einfach Gouachefarben (die gibt’s im Künstlerbedarf). Diese Farben sind kreide- und kalkbasiert und daher nicht so schädlich für die Umwelt wie kunststoffhaltige Acrylfarbe. Solltest du allerdings nur Acrylfarbe zur Verfügung haben, kannst du diese je nach verwendeter Menge mit ca. 1-2 Teelöffeln Backpulver vermischen. Dadurch wird die Farbe dicker und erzeugt ein mattes keramikähnliches Finish. Arbeite zügig mit dieser Mischung, da sie recht schnell antrocknet.

Kostenersparnis? Diese hängt ganz davon ab, wie hoch dein Konsum von Dekoartikeln ist. So oder so kannst du eine Menge Geld sparen, indem du kostenlos natürliche Materialien sammeln gehst oder für wenig Geld alten Teilen einen neuen Look verpasst. 

 

Wie du dein Wohnen gestaltest hat also starke Auswirkungen auf deinen Geldbeutel und die Umwelt. Nutze diese Tipps, um Geld zu sparen, das du später in dein Traumzuhause investieren kannst. Je früher du damit anfängst umso besser - für die Umwelt und deine Zukunftsplanung. 

Du hast du noch mehr Tipps für einen nachhaltigen Wohnstil parat die vielleicht sogar das Portmonee schonen? Schicke sie uns gern an nele.henkel@ownr.eu